Room Escape Wien: verschiedene Angebote im Test – TEIL 1

Schild mit der Aufschrift Exit.
Exit the Room, Escape the Room – egal. Hauptsache raus.

Mit FreundInnen mehr unternehmen. Auch das war einer meiner Vorsätze für 2015. Und weil es mit der Mädels-Gruppe auch andere Dinge als Prosecco trinken, zur Maniküre gehen, tratschen oder sporteln (keine Frage, das machen wir auch alles gerne!) zu machen gibt, war der Groupon-Gutschein für ein Room Escape Erlebnis im Februar genau das richtige für uns!

Room Escape in Wien

Meine Freundinnen Nina, Aline und Miriam waren gleich Feuer und Flamme für die Idee und bereits nach unserem ersten Erlebnis bei „CS-Ei Vienna“ war klar: das machen wir öfter. „4 Frauen und ein Kriminalfall“ heißt es darum seit Februar immer wieder mal in meinem Kalender. Nachdem wir uns mittlerweile bereits durch 5 verschiedene Anbieter getestet haben (übrigens alle jeweils durch einen Groupon-Gutschein) gilt es, eine kleine Bilanz zu ziehen. Die Anbieter sind in einer zeitlichen Reihenfolge aufgelistet, beginnend mit unserem ersten Erlebnis. Bewertet wurde (maximal 5 Sterne):

  • Schwierigkeit, also: Wie schwierig ist es, aus dem Raum raus zu kommen, die Rätsel zu lösen, keine/wenig Hilfe in Anspruch zu nehmen?
  • Rätsel, also: Wie divers sind die Rätsel? Wie kreativ und anspruchsvoll sind sie?
  • Gestaltung, also: Wie viel Detail steckt in der Einrichtung? Wie ist die Story und das Setting?

Die Bewertung ist jeweils immer ein Durchschnitt der „Noten“, die wir alle vier vergeben haben.

Gefallen haben uns übrigens alle Erlebnisse, manche haben einfach mehr Eindruck hinterlassen als andere. Das Prinzip bei allen Room Escape Angeboten ist ähnlich: Du hast 60 Minuten Zeit um die Rästel zu lösen und aus dem Raum heraus zu kommen.

Ein Pluspunkt für alle Anbieter: in 3 von 5 Fällen hatten wir ein Baby und einen Kinderwagen dabei. Alle Anbieter wurden vorab gefragt, ob das ein Problem wäre. In keinem Fall gab es irgendwelche Schwierigkeiten damit und Baby Valerie ist jetzt definitiv unsere Meisterdetektivin!

„Kennst du eines, kennst du alle“ – gilt hier jedenfalls nicht. Alle Angebote unterscheiden sich nicht nur durch die Gestaltung sondern auch durch die Räsel von einander. Hier unsere Erfahrungen von bislang 5 getesteten Room Escape Anbietern in Wien. UPDATE 15.01.2016: Da wir mittlerweile schon bei 8 getesteten Room Escape Erlebnissen stehen, gibt es einen neuen Beitrag:  Room Escape Wien: verschiedene Angebote im Test – TEIL 2

CS-Ei Vienna – „Verschollen“

CS-Ei Vienna war die erste Room Escape Erfahrung, die unsere Truppe gemacht hat. Entsprechend aufgeregt und in unsere Rollen vertieft („Sollen wir uns verkleiden?“, „Hat jemand ein DetektivInnen-Outfit?“) waren wir auch. Vielleicht hat es uns deswegen so gut dort gefallen. Vielleicht lag es aber auch an der Geschichte selber. Im Spiel „Verschollen“ geht es darum, das Verschwinden eines 25-Jährigen Studenten aufzuklären. Man befindet sich in der Wohnung des Studenten (in die man zuerst hineinkommen muss). Dort geht es dann darum, durch Kombinieren der verschiedenen Hinweise, den Krimi aufzulösen. Die Story wird dabei mit viel Liebe zum Detail umgesetzt und wir alle konnten uns sehr gut in die Situation hineinversetzen. Bekannte Orte (Uni) und Gegenstände helfen dabei. Auch die Hinweise und Rätsel setzten sich mehrheitlich aus alltäglichen Gegenständen zusammen. Über ein Walkie-Talkie kann man sich von den CS-EI MitarbeiterInnen Tipps holen (ich glaube, es war eine begrenzte Anzahl, kann mich da aber nicht mehr genau erinnern). Zusätzlich sieht man die verbleibende Zeit auf einem Display. Die Aufgabe ist lösbar, ganz ohne Tipps haben wir es dann doch nicht geschafft. Das Ende fanden wir aber sehr spektakulär und vor allem wurde die Story tatsächlich aufgelöst.

  • Schwierigkeit: 3 Sterne
  • Rätsel: 3,75 Sterne
  • Gestaltung: 4 Sterne

Logikeller: „Spiel der Spione“

Der Name „Logikeller“ ist Programm. Das Spiel beginnt in einem (zugegeben, etwas modrigen) Keller aus dem man sich innerhalb von 60 Minuten befreien muss. (Andernfalls geht eine Bombe hoch, oder so). Die Aufgaben sind zum Teil ziemlich schwierig und die Rätsel/Aufgaben sehr divers. Man muss also nicht immer nur Schlösser knacken oder Zahlenkombinationen herausfinden sondern auch mal seine motorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Einige der Artefakte haben aber durchaus ihre besten Zeiten schon erlebt, deswegen ist nach dem Spiel jedenfalls Händewaschen angesagt. Das hat für uns das Erlebnis ein wenig getrübt, da wir nicht alle Gegenstände, die wir zur Rätsellösung benötigt haben gerne angefasst haben. Die Einrichtung passte grundsätzlich zum Setting, war stellenweise aber ein wenig lieblos im Raum platziert. Das „Spiel der Spione“ war jedenfalls mit ein weniger mehr „körperlichem“ Einsatz verbunden als z.B. „CS-Ei“. Was uns jedoch fehlte, war die tatsächliche Auflösung der Story. Es war mehr so „Ihr seid jetzt draußen. Gratuliere. Hat es euch gefallen?“

  • Schwierigkeit: 4 Sterne
  • Rätsel: 4 Sterne
  • Gestaltung: 2 Sterne

Exit the Room Vienna: „Mind Boggling“

Gruppenfoto Room Escape
Exit the Room: We did it!!

Auch hier geht es in eine Art Keller. Die Story selbst ist unspektakulär, denn es gibt in Wirklichkeit keine. Hier ist der Raum. Löst die Rätsel, dann kommt ihr wieder raus. Uns fehlte also ein wenig der „Sinn“ an der Sache und wir konnten uns nicht 100%ig in unsere „DetektivInnen-Rolle“ hineinversetzten. Das trübt die Stimmung leider ein wenig. Die Rätsel selbst sind sehr zahlen- und buchstabenlastig und laufen meist nach dem gleichen Schema ab. Bei Schwierigkeiten kann man sich an die Spielleitung wenden. Ein paar unerwartete Highlights gab es dann aber doch. Eines davon war zweifelsohne die wirklich super-freundliche Mitarbeiterin! Deswegen haben wir auch gleich vor Ort einen Gutschein (zum Sonderpreis) für eines der anderen Spiele dort gekauft. Am Ende des Spiels wurden wir außerdem gleich eingeladen ein Foto zu machen und unseren Erfolg zu feiern. Das war gruppendynamisch jedenfalls wirklich super und hat Spaß gemacht. Hatten wir doch den ersten Foto-Beweis für unsere Detektivinnen-Erfolge.

  • Schwierigkeit: 2 Sterne
  • Rätsel: 2,75 Sterne
  • Gestaltung: 2 Sterne

Exithink: „Dr. Jones‘ Office“

Gruppenfoto Exithink
We saved the day! Foto via: https://www.facebook.com/exithink/

Einmal im Leben Indiana Jones sein. Wer hat davon noch nicht geträumt. Bei „Exithink“ sind wir in Sachen Details, Special Effects und Stimmung jedenfalls auf unsere Kosten gekommen. Der Raum ist ausgesprochen liebevoll, professionell und mit ganz vielen (zum Teil effektvollen!) Details ausgestattet. Man hat wirklich das Gefühl in Dr. Jones‘ Wohnung zu sein! Auch die Aufgabe „Löse das Rätsel um Dr. Jones‘ Verschwinden und finde die Statue des Invictus“ ist klar und wird durch die Rätsel und die Gestaltung gut unterstrichen. Die Rätsel selber funktionieren größtenteils nach dem selben Schema und sind mäßig schwierig. Die Special Effects machen dieses Room Escape Erlebnis aber jedenfalls actionreicher als andere. Leider gab es keine Restzeit-Übersicht und die Tipps kamen selbstständig, wenn die Spielleitung meinte, wir könnten sie gebrauchen. Manchmal kamen die Tipps für unser Gefühl leider ein wenig zu früh. Auch hier durften wir uns nach dem Spiel auf der „Wall of Fame“ verewigen und ein Foto mit der Statue (die wir NATÜRLICH gerettet haben) machen.

  • Schwierigkeit: 2 Sterne
  • Rätsel: 2,25 Sterne
  • Gestaltung: 5 Sterne

Smart Rooms: „Geheimnis von Da Vinci“

Anders als bei den bisherigen Room Escapes bekamen wir diesmal Kärtchen mit Rollen. Darauf standen bestimmte Fähigkeiten der einzelnen ProtagonistInnen, die für das Lösen der Rätsel notwenig waren. Diese Idee hat uns gut gefallen und half auch, sich in die Situation hineinzuversetzen. Die Aufgaben waren vielschichtig und wurden durch den Einsatz verschiedener Medien und Hilfsmittel spannend gehalten. Auch das White-Board im Raum zum mitschreiben war besser als z.B. ein Notizblock. So konnten immer alle sehen, was gerade die Aufgabenstellung und die bisher gesammelten Code-Zahlen waren. Als besonders hilfreich empfanden wir, dass von Anfang an klar war, wie viele Rätsel-Aufgaben-Karten es zu finden galt um den Safe-Code zu entschlüsseln, die nächsten Aufgaben zu finden und schließlich wieder aus dem Raum herauszubekommen. Auf den Aufgabenkarten stand immer auch eine kleine Geschichte. Die haben wir aus Zeitgründen allerdings nicht immer durchgelesen. Ob wir dabei von der Story her etwas verpasst haben, können wir daher leider nicht beurteilen. Tipps konnten wir via Telefon von der Spielleitung anfordern, leider wurde uns hier manchmal direkt die Lösung verraten anstatt uns mehr anzuleiten. Der Raum war grundsätzlich wirklich sehr nett eingerichtet und versetzte uns durchaus ins „Da Vinci-Ambiente“. Ein richtiges „Ende“ im Sinne einer inhaltlichen Auflösung hatte aber auch diese Geschichte leider nicht.

  • Schwierigkeit: 3,75 Sterne
  • Rätsel: 3,6 Sterne
  • Gestaltung: 4,25 Sterne

5 Gedanken zu “Room Escape Wien: verschiedene Angebote im Test – TEIL 1

  1. Hi,
    dein Blog ist super interessant. Da ich Empfehlungen für meinen nächsten Escape Room Trip suche, würde ich mich über Reviews von weiteren Escape Rooms in Wien freuen, wie z.B.
    -live:krimi
    -X-rooms
    -crimerunners
    Liebe Grüße, Anna

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