Room Escape Wien: verschiedene Angebote im Test – TEIL 2

Schild mit der Aufschrift Exit.
Exit the Room, Escape the Room – egal. Hauptsache raus.

Anfang 2015 haben meine Freundinnen Nina, Aline, Miriam und ich damit begonnen, verschiedene Room Escape Angebote in Wien zu testen. Das Ziel bei allen Room Escape Angeboten (oder auch: Live Quest, Escape Quest, Live-Escape – da gibts es viele Namen) ist das selbe: Komme binnen 60 Minuten aus dem Raum hinaus. Dabei muss man Rätsel lösen, seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen oder Schlösser knacken. Das heißt aber noch lange nicht, dass auch die Angebote für Room Escape in Wien alle die selben sind. Ganz und gar nicht. Bisher war wirklich jedes unserer Erlebnisse ganz anders als die vorherigen. Jedesmal gab es Überraschungen, Highlights und Besonderheiten.

Wir können also allen nur raten: testet euch durch oder seht euch die Quests genau an und entscheidet, was euch wichtig ist (knifflige Denksportaufgaben, durchgängige Stories, gruselige Settings etc.). Fünf Room Escape Angebote haben wir im Beitrag: Room Escape Wien: verschiedene Angebote im Test – TEIL 1 bereits unter die Lupe genommen. Hier geht es mit Teil 2 weiter.

Room Escape im Test – die Bewertungskriterien

Die Anbieter wurden wieder nach folgenden Kriterien bewertet (maximal 5 Sterne):

  • Schwierigkeit, also: Wie schwierig ist es, aus dem Raum raus zu kommen, die Rätsel zu lösen, keine/wenig Hilfe in Anspruch zu nehmen?
  • Rätsel, also: Wie divers sind die Rätsel? Wie kreativ und anspruchsvoll sind sie?
  • Gestaltung, also: Wie viel Detail steckt in der Einrichtung? Wie ist die Story und das Setting?

Es muss aber wirklich dazugesagt werden, dass die Bewertungskriterien alleine nicht viel aussagen. Es lohnt sich also auch den Test-Text zu lesen :) Einige Anbieter legen zum Beispiel mehr Wert auf Details, andere auf Stimmung, gefallen haben uns bisher wirklich alle. Und wir testen weiter! Was wir jedenfalls auch sagen können: Bei allen getesteten Room Escape Anbietern in Wien gibt es saubere Toiletten. Auch die haben wir „getestet“ :)

Adventure Rooms: „Das Original“

Hier wartete gleich mal eine echte Neuerung auf uns: wir wurden mit Handschellen an ein Gitter gefesselt. Zusätzlich war es in dem Raum sehr dunkel und es spielte gruselige Musik. Das war schon mal ein richtiges Highlight, da es das Spiel wirklich spannend machte und uns in die richtige Stimmung gebracht hat. Das Escape Game selbst ist wirklich sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll. Mathematik, Physik, motorische und logische Aufgaben. Da ist wirklich für jeden und jede etwas dabei. Bei einer dieser „motorischen“ Aufgaben sind wir vier wirklich fast an unsere Grenzen gestoßen. Oft auch, weil wir gelegentlich zu kompliziert gedacht und manchmal ein wenig gehudelt haben oder uns von der Musik stressen ließen.

Tipps bekommt man auf Anfrage bei der Spielleitung. Begrenzung für die Anzahl an Tipps gibt es keine. Da hätten wir wirklich öfter nachfragen sollen, denn Adventure Rooms war das Escape Erlebnis, bei dem wir es wirklich gerade noch heraus geschafft haben. Das war vielleicht eine Aufregung in den letzten Minuten.

An die allgemeinen Räumlichkeiten (Empfangsbereich usw.) können wir uns leider nicht mehr erinnern, alles war jedenfalls sehr sauber und die Mitarbeiterin (das wissen wir noch!) war sehr freundlich.

  • Schwierigkeit: 5 Sterne
  • Rätsel: 4,8 Sterne
  • Gestaltung: 4 Sterne

Open The Door: Folterkammer/“Helft Hanna“

Wir wollten Hanna helfen und das haben wir auch geschafft! Bei diesem Escape Erlebnis startet man mit verbundenen Augen und die Gruppe wird anfänglich quasi „getrennt“. Wieder etwas Neues zu den davor getesteten Spielen. Mehr wollen wir hierzu aber nicht verraten. Besonders gut hat uns gefallen, dass uns die „Spielleitung“ eine gute Anleitung zu Beginn gegeben hat. Alles wird nur ein Mal verwendet. In den bisherigen Spielen war oft nicht klar, ob bestimmte Dinge öfter verwendet werden müssen (was in einigen Fällen so war) oder ob man sie „weglegen“ kann, nachdem man sie eingesetzt hat. Tipps bekommt man auf Karten unter der Türe durchgeschoben, wenn man an die Türe klopft. Einen „persönlichen Draht“ zur „Spielleitung“ gibt es also nicht.

Die Story bei „Folterkammer“ ist klar und stimmig. Ziel ist es herauszufinden, wo Hanna (die von jemandem festgehalten wird) gefangen ist um sie zu befreien. Die Befreieung selber ist nicht Teil des Spiels, aber gegen Ende weiß man dann, wo Hanna sich befindet :)

Obwohl das Spiel im Grunde abwechslungsreich und sehr detailreich gestaltet ist; es einige Aufgaben gibt, die wirklich gefinkelt sind (und zum Teil für Menschen, die nach 2000 geboren wurden wirklich schwierig zu bewältigen sein könnten) hat uns das „gewisse Etwas“ gefehlt. Gut gefallen hat uns jedenfalls, dass der Raum (obwohl relativ klein) sehr detailreich eingerichtet und die Story stimmig und durchgängig ist.

  • Schwierigkeit: 3,3 Sterne
  • Rätsel: 2,1 Sterne
  • Gestaltung: 2,3 Sterne

Realescape.Wien: „White Room“ (Kooperation)

Gruppenfoto nach dem Room Escape
White Room: geschafft! Foto via: https://www.facebook.com/realescapewien

Gleich vorweg: Auf RealEscape.Wien sind wir nicht selbst oder (wie bei den anderen Anbietern) via Groupon aufmerksam geworden, sondern wir wurden per Mail eingeladen, die Räume zu testen. Deswegen läuft der Beitrag unter „Kooperation“. Da wir aber Fairness und (möglichst) gleiche Bedingungen für unsere Tests haben möchten, haben wir uns dazu entschlossen für das Erlebnis bei RealEscape.Wien genauso viel zu bezahlen wie uns die Gutscheine für die anderen Erlebnisse gekostet haben.

Getestet haben wir im Jänner 2016 (diesmal leider nur zu dritt) den „White Room“. Und hier ist der Name wirklich Programm. So gut wie alles in dem Raum ist weiß. Die Aufgabenstellung ist einfach: „Löse die Rätsel und verlasse den Raum sonst wirst du von der Zwischendimension verschluckt.“. Zur Einleitung hieß es übrigens, der White Room wäre einfach. Denkste. Am Anfang ist es nämlich wirkich ein wenig schwierig, zu erkennen wie und wo man anfangen soll. Schließlich ist alles weiß und die Einrichtung eher reduziert. Das passt aber sehr gut und schafft Stimmung. Musik gibt es auch und der Kniff, mit dem man erfährt, wie viel Zeit noch über ist, ist auch etwas Besonderes (Nein, es gibt keine Uhr mit Restzeit-Anzeige). Geschafft haben wir es dann aber doch in einer richtig guten Zeit (ich glaube, wir hatten fast 20 Minuten über). Für den zweiten Raum „Polizeistation“ haben wir gleich einen Termin vereinbart. Mal sehen ob wir da auch so „schnell“ sind.

Ein Highlight waren jedenfalls Andrej und Paul, die uns nicht nur freundlich begrüßt, sondern mit einer netten Plauderei eine sehr heimelige Atmosphäre geschaffen haben. Man fühlt sich gleich wohl und willkommen. Für den Kinderwagen (den wir diesmal nicht dabei hatten) hätte es auch einen Platz gegeben. Da hat sich jemand diesen Blog wirklich gut durchgelesen ;). Der Empfangsraum ist spartanisch, aber freundlich eingerichtet und gibt Möglichkeit zum Verweilen, Plaudern und Schach spielen. Ein Getränkeautomat soll folgen (wir finden: eine Bar muss her!). Bei vielen der vorher getesteten Anbietern war der Empfangsraum lediglich ein Warteraum in dem es zwar ein paar Sitzgelegenheiten aber meistens nicht wirklich viel mehr gab. Angenehm ist auch, dass es (aktuell 3) verschiedene Quests für unterschiedlich große Gruppen gibt, so kann man auch zu zweit mal Room Escape spielen und Herausforderungen meistern.

  • Schwierigkeit: 3 Sterne
  • Rätsel: 3 Sterne
  • Gestaltung: 3,3 Sterne

realescape.wien: „Polizeistation“ (Kooperation)

Nachdem uns der „White Room“ bei realescape.wien schon gut gefallen hat, haben wir uns gleich aufgemacht, auch die nächste Escape Quest „Polizeistation“ zu testen. Und eines gleich vorweg: es war ganz großartig! Nicht nur die Tatsache, dass wir als Gruppe getrennt (und tatsächlich) räumlich getrennt wurden war neu. Auch die Aufgabenstellung hat uns richtig gepackt.Bei „Polizeistation“ geht es nämlich darum, sich selbst (als unschuldig Festgenommene) aus einer Polizeidienststelle zu befreien. Innerhalb vom 60 Minuten, weil sonst kommt „Die Heh!“.

Was uns hier besonders gut gefallen hat, sind die vielen Details und der große Aufwand, der bei der Vorbereitung für dieses Room Escape Erlebnis offensichtlich investiert wurden (Zu viel wollen wir hier aber auch nicht verraten). Viele technische Spielereien, eine stringente und stimmige Erzählung, die bis zum Schluss Sinn macht und Heinz Fischer machten die „Polizeistation“ zu einem der bisher aufregendsten Erlebnisse für uns.

Auch die Betreuung durch die Spielleitung war wieder ganz wunderbar. Nicht nur, dass sich Paul, der Spielleiter, unsere Namen gemerkt und uns beim Tipp-Anruf mit „Hallo Miriam/Aline/Nina/Ingrid“ angesprochen hat, sondern auch weil wir zu Ende des Spiels etwas ganz wichtiges mitbekommen haben: nämlich Feedback. Das haben wir bisher noch bei keiner Room Escape Aufgabe bekommen. Und zu hören, dass man Dinge, die man anfängt, vielleicht mal ganz zu Ende denken/spielen/ausprobieren sollte, bevor man zum nächsten Gegenstand greift, ist für unsere bevorstehenden Room Escape Pläne wirklich Gold wert. Wir können die Polizeistation und die Jungs von realescape.wien wirklich uneingeschränkt empfehlen und kommen auf jeden Fall wieder!

(Auch dieser Beitrag läuft unter „Kooperation“, da wir zum testen eingeladen wurden. Auch hier haben wir uns wieder entschlossen genauso viel zu zahlen, wie bei allen anderen Room Escape Games bisher)

  • Schwierigkeit: 4,5 Sterne
  • Rätsel: 5 Sterne
  • Gestaltung: 4,5 Sterne

4 Gedanken zu “Room Escape Wien: verschiedene Angebote im Test – TEIL 2

    • Mein Favorit bisher ist die „Polizeistation“ bei realescape.wien
      Aber wir testen weiter! Ich bin im Oktober übrigens in Berlin und werde da vielleicht gleich eine von deinen Empfehlungen testen! :)

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