Hitler war eh nicht so arg? – wie Waldviertler Hitler Zitate auf ihrer Homepage rechtfertigt

Ich bin gerade in Berlin auf einer Konferenz, alles ist gut, alles ist schön. Und dann hüpft mir folgender Tweet in meine Twitter-Timeline: (https://twitter.com/annalenabankel/status/463990127841124353)

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Soweit, so crazy.

ABER: Man glaubt an das Gute im Menschen, an ein Versehen, daran, dass es irgendein blöder zufälliger Zitat-Randomizer ist, der hier sein unwesen treibt. Mittlerweile ist Neben Anna Lena Bankel auch Twitter-User „dev-eth0“ eingestiegen. Der schreibt mal ein Mail hin – kurz darauf die Antwort, man stünde wohl hinter dem Zitat, verteidige es sogar, meint “ wir sehen Hitler im Rückblick falsch.“. Ich muss kurz schlucken. Schreibe dann selber folgendes Mail an die auf der Homepage angeführte Mail-Adresse:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Ihrer Website w4tler.at wird unter anderem ein Zitat von Adolf Hitler angezeigt. (Siehe Screenshot anbei)

Ist das Absicht? Wählen Sie diese Zitate selber aus? Von welcher Seite stammen diese Zitate?

Entspricht es Ihrer Firmenphilosophie Zitate von Adolf Hitler zu promoten?

Ich bitte um Antwort.

MfG

Wenig später erhalte ich eine ähnliche (sehr ausführliche) Antwort, wie sie bereits auf ein Facebook-Posting gegeben wurde (danke an Bernhard Jordan fürs Finden). Literaturempfehlung und „Weltverschwörungstheorie“ (U.A. „Die bösen Medien“) inklusive. Ein einfaches „Ja, war vielleicht nicht so schlau, nehmen wir runter“ hätte vollkommen gereicht und die Sache hätte sich erledigt.

Liebe Ingrid,

Herzlichen Dank für Ihr Mail. Ja, dieses Zitat, eines von vielen, steht mit Absicht dort. Ich wähle die Zitate selber aus.

Das Zitat lautet: „Die Menschen werden jede Lüge glauben, vorausgesetzt, sie ist groß genug.“ Es stammt von Adolf Hitler, und Sie fragen, warum wir das verwenden. Die kurze Antwort lautet: weil es wahr ist. Und die etwas längere Antwort: Würde ich diesen Satz sagen oder irgendwer, wäre er genauso wahr – aber ungleich schwächer. Der Satz bekommt sein irritierendes Gewicht, eben weil er von Hitler gesagt wird, einem Mann also, der es wissen muss, einem Meister der Lüge und Manipulation, dem Millionen zugejubelt haben. Die größte Lüge von Hitler war übrigens die Behauptung, „die Juden“ seien an allem schuld. Es soll Leute geben, die das noch immer glauben.

Unsere Vorstellung von Hitler ist keine Lüge, sondern eine Täuschung. Der Kabarettist Gerhard Polt hat vor Kurzem „Und Äktschn!“ herausgebracht, einen Hitler-Film. Im Interview mit der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ erklärte Polt: „Der Hitler war kein Monster und er war auch kein Kasperl, der war neben aller Mittelmäßigkeit auch ein charmant parlierender Mensch, der einen Schmäh und eine sympathische Art gehabt hat. Er bekam ja auch schnell Zugang in die höhere Gesellschaft. Als brüllendes Monster wäre das nie möglich gewesen. Die Sympathie öffnete ihm die Herzen. Er ging in den Menschen hinein wie ein Bazillus von einem Katarrh und sagte: ‚Di nimm i!‘ Und dann hatte der Mensch einen Schnupfen. (…) Der sympathische Mensch kann viel gefährlicher als der unsympathische sein.“

Ich denke, wir sehen Hitler im Rückblick falsch. Die meisten Menschen sehen in Hitler ein „Monster“. Wer aber in Hitler nur ein „Monster“ sieht, der tut so, als wäre Hitler kein Mensch gewesen. Wenn Hitler kein Mensch gewesen wäre, würde es keine Verbindung von ihm zu mir geben. Er war aber ein Mensch. Die meisten seiner Zeitgenossen haben dem Hitler nicht angesehen, dass er das war, was wir heute in ihm sehen. Erst wenn wir anerkennen, dass Hitler ein Mensch war und dass er auch sympathisch gewesen sein muss, können wir ernsthaft anfangen, uns zu fragen, wie weit wir vielleicht selber anfällig sind für heutige Verführer; und wir können anfangen, uns mit unserer eigenen dunklen Seite auseinander zu setzen.

Wir wissen heute aus der Täterforschung, dass aus ganz normalen Menschen, solche wie Sie und ich – situationsbedingt – Folterer oder Massenmörder werden können (1). Oder denken Sie an das Milgram-Experiment. Auf der ganzen Welt oft wiederholt, zeigt Milgrams Experiment, dass rund 75 (fünfundsiebzig) Prozent der Menschen bereit sind, einem anderen tödliche Stromschläge zu verabreichen, wenn eine Autoritätsperson den Befehl gibt (2). Immerhin, 25 Prozent machen nicht mit. Aber woher wissen Sie, zu welcher Gruppe Sie gehören? Sie können sich nicht sicher sein. Solange Sie sich nicht sicher sind ist es gut, denn dann bleiben Sie wachsam. Wer aber glaubt, ihm könnte so etwas ganz sicher nicht passieren, ist 75 : 25 Prozent gefährdet, eines Tages selber zum Folterknecht oder Mörder zu werden.

Die Autoritätsperson, das kann wie bei Milgram ein „Wissenschaftler“ sein. Es kann aber auch ein Vorgesetzter sein, ein Guru oder ein Politiker. Vladimir Putin zum Beispiel. Oder Barack Obama. Nehmen Sie Obama, diesen Meister der Propaganda, heute PR genannt. Präsident Obama unterzeichnet jeden Dienstag im Weißen Haus Todeslisten. Wer auf einer dieser Todeslisten landet, wird von Drohnen oder von Spezialkommandos gejagt und ermordet (3)(4). Ohne rechtsstaatliches Verfahren. Ohne Einspruchsmöglichkeit. Einfach so. Das Morden findet täglich statt. Und es trifft meistens nicht nur die ausgewählten Personen, was schlimm genug wäre, sondern auch viele, die zufällig in der Nähe sind, darunter auch viele Kinder. Jeden Tag. Und irgendwo sitzen Leute, die die Befehle dieses sympathischen, freundlichen US-Präsidenten ausführen. Sie gehören zu den 75 Prozent.

Es wäre allerdings ganz dumm, Obama mit Hitler zu vergleichen. Jeder ist, was er ist. Aber Obama ist auch ein guter Lügner. Er lügt immerhin so glaubhaft, dass er sogar den ‚Friedensnobelpreis‘ erhalten hat. Und die Medien? Sie lügen vielleicht nicht direkt. Aber sie wirken an Obamas Morden mit, indem sie kaum oder gar nicht darüber berichten.

So wie ich es falsch finde, dass die Medien nicht über Obamas Drohnenterror berichten, finde es auch falsch, Hitler oder Sätze von Hitler nicht zu erwähnen. Durch Verdrängung wird nichts gelöst. Und was nicht gelöst wurde, wirkt unbewusst weiter und zwingt uns, dieselben Fehler, dieselben leidvollen Erfahrungen immer wieder zu machen. Wer wirklich Versöhnung, Heilung und Frieden erreichen möchte, kann versuchen, sich emphatisch mit den Opfern zu verbinden, aber auch mit den Tätern (5). Darum bleibt der Satz auf unserer Homepage stehen.

Falls Sie noch weitere Fragen haben oder mir Ihre Gedanken dazu mitteilen möchten, zögern Sie nicht, mir zu schreiben.

Mit lieben Grüßen aus dem Waldviertel

Moreau
brennstoff | Chefredaktion

Anmerkungen bzw. Literaturempfehlungen:

(1) Siehe dazu z.B. Harald Welzer, Täter: Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden, Fischer Taschenbuch

(2) Siehe dazu z.B. Stanley Milgram, Das Milgram-Experiment: Zur Gehorsamsbereitschaft gegenüber Autorität, rororo Taschenbuch

(3) Siehe dazu z.B. Jeremy Scahill, Schmutzige Kriege. Amerikas geheime Kommandoaktionen, Verlag Kunstmann

(4) Siehe dazu z.B. Christian Fuchs, John Goetz, Geheimer Krieg: Wie von Deutschland aus der Kampf gegen den Terror gesteuert wird, Rowohlt Verlag

(5) Siehe z.B. Bernard Glassman, Zeugnis ablegen. Buddhismus als engagiertes Leben, edition steinrich

Ohne Vor- und Nachname zu antworten, finde ich nicht so fein. Schließlich habe ich mich auch nicht hinter einen Pseudonym versteckt. Meine Rückantwort also:

Sehr geehrteR Herr/Frau Moreau,

Ich habe noch zwei kleine Fragen: haben Sie denn auch einen Vor- und Nachnamen? Sprechen Sie im Nahmen des Unternehmens GEA/Waldviertler?

Beste Grüße

Ingrid Gogl

Ich warte gespannt auf Rückantwort. Stay tuned!

UPDATE: Hier nun die Antwort auf obiges Mail (den ganzen Namen des Herren lasse ich weg – Alles muss ja nicht sein):

Liebe Ingrid,
ich heiße mit vollem Namen XXXXXXX, aber bitte: Moreau genügt. Ich bin (zusammen mit GEA-Chef Heini Staudinger und Sylvia Kislinger) Chefredakteur des „brennstoff“. Wir veröffentlichen in unseren Publikationen sehr viel Philosophisches, durchaus auch Kontroverses. Nur so kommt etwas in Bewegung. Das verstehen wir als Beiträge zu einem lebendigen (auch inneren) Dialog, zu einer lebendigen (und das heißt immer auch: lernenden) Kultur, die für mich im weitesten Sinn gleichbedeutend ist mit Bewusstsein. Für mich, und ich denke, Heini und Sylvia sehen das genau so, ist nie etwas ganz abgeschlossen. Es kann immer sein, dass es noch etwas zu lernen gibt. Ziemlich sicher sogar. Diese Offenheit drückt es wohl am besten aus. Und so gesehen spreche und handle ich sowohl für mich persönlich als auch für GEA.
Liebe Grüße und alles Gute.
Moreau

Nach dem Mailverkehr, versteht man evtl ein wenig besser, worum es den Herrschaften geht. Ich bin jedoch der Meinung, Hitler Zitate sollten niemals unkommentiert und komplett ohne Kontext irgendwo herumstehen. Schon gar nicht zu kommerziellen/PR Zwecken.

Noch ein UPDATE: Weil ich auf Twitter wegen dem Titel dieses Beitrages gefragt wurde: „eh nicht so arg“ war eher als Frage gemeint – evtl unglücklich, kein Fragezeichen zu verwenden. Sorry dafür. Wie bereits gesagt, der Mailverkehr erklärt einiges. Aber dazu muss man auch erst mal hinschreiben und fragen. Ein Zitat einfach so zu verwenden halte ich nicht nur für unglücklich, sondern auch für verharmlosend.

und noch ein UPDATE (8. Mai 11:00): Ich habe nun im Titel das Fragezeichen ergänzt (das ging aus der WordPress App am Smartphone ein wenig schwieriger). Ich hoffe damit ist klarer, dass ich diese Frage hier auch durchaus zur Diskussion stelle. Ich möchte außerdem auch festhalten, dass ich hier niemandem Verherrlichung oder böse Absicht unterstelle! Ich finde es außgesprochen lobenswert, dass sich hier so intensiv mit UserInnen-Anfragen beschäftigt wird. Ich habe mittlerweile mehr als zwei Mails mit Herrn Moreau hin- und hergeschrieben und finde es wirklich toll, dass man hier an einer Diskussion ernsthaft interessiert ist. Das ist wirklich positiv in der ganzen Sache. Das Zitat auf der Homepage ist es leider nicht.

Super-UPDATE (8. Mai 15:30): Das Zitat wurde mittlerweile entfernt. Sie dazu Bericht auf derstandard.at Habe das hier mal kurz vor das untenstehende Update geschrieben, weils aktueller ist.

wieder ein UPDATE (8. Mai 12:00): Hier auch ein bisschen vom weiteren Mailverkehr mit Herrn Moreau, der Transparenz wegen darf das natürlich alles hier hinein:

Vielen herzlichen Dank für die rasche Antwort!
Ich werde Ihren ganzen Namen in meinem Blogbeitrag weglassen.
Dort veröffentliche ich aus Transparenzgründen diese Konversatio!

MfG
Ingrid Gogl

 

Schicken Sie mir gern den Link.
Schreiben die Leute dort Kommentare dazu?
Die interessieren mich nämlich schon.
Auch Ihre Meinung…
Alles Liebe
M

 

Sehr gerne schicke ich Ihnen den Link! http://www.eskarina.at/hitler-war-eh-nicht-so-arg-wie-waldviertler-hitler-zitate-auf-ihrer-homepage-rechtfertigt/

Ja, Kommentare sind natürlich erlaubt, und ich freue mich, wenn Sie dort auch mitdiskutieren!

Ich bin großer Fan der Waldviertler Schuhe, aber kein Fan davon, unkommentiert Hitler Zitate zu verwenden. Ihre Ausführungen per Mail helfen zu verstehen, aber natürlich erst, wenn man nachfragt.

Freue mich auf Diskussion

MfG

Ingrid Gogl

 

Na, da bin ich gespannt. Man darf aber meine Zeilen nicht aus dem Zusammenhang gerissen zitieren, denn da könnte ein falscher Eindruck entstehen. Denn ich verteidige ja nicht den Hitler, wie wohl klar sein dürfte.
Es gibt vermutlich keine zweite Firma, die so offensiv z.B. gegen Menschenfeindlichkeit vorgeht wie GEA und Waldviertler. Als Beispiel mag das PDF im Anhang dienen. Es zeigt unsere ehemalige österreische Innenministerin, die eine extrem menschenfeindliche Politik gegen Asylsuchende gemacht hat. Dieses Sujet haben wir in Österreich mit insgesamt über zwei Millionen Auflage gestreut. Interessant war dabei übrigens, dass es tatsächlich einige Leute gegeben hat, die deswegen keinen Waldviertler-Schuhe mehr kaufen wollten. Was völlig in Ordnung ist.

Herzlichst, Moreau

Anhang: PDF.

P.S.: Ich habe für dieses Sujet übrigens das freundlichste Foto dieser unsäglichen Ministerin verwendet, das ich finden konnte. Die Menschenfeindlichkeit (auch die gruppenbezogene) versteckt sich bekanntlich oft hinter einem freundlichen Gesicht, einer menschlichen Maske – wie bereits zu Hitler ausgeführt.

(Sie können das alles gern auch in Ihren Blog stellen.)

—————————–
Hier ist noch der Link zu dem Interview mit Gerhard Polt, aus dem ich zitiert habe:

http://derstandard.at/1389858922980/Da-ist-Science-Fiction-ein-Dreck-dagegen

 

Ihre Überschrift

„Hitler war eh nicht so arg – wie Waldviertler Hitler Zitate auf ihrer Homepage rechtfertigt“

finde ich übrigens nicht korrekt, weil sie einen komplett falschen Eindruck erweckt. Es ist noch nicht mal ein wörtliches Zitat und eine Fehlinterpretation dessen, was ich geschrieben habe. Es steht nirgends, dass wir Hitler gut finden. Ich wünsche mir, dass sich jeder bemüht, möglichst wahrhaftig und genau zu sein. Wäre das möglich?

Herzlichst, Moreau

 

Ingrid Gogl:

Ich habe das unten im Text nochmal spezifiziert – reicht Ihnen das?

Nicht wirklich, weil die Überschrift das Denken bereits in die falsche Richtung lenkt. Es ist einfach irreführend. Das Denken ist dann nicht mehr neutral. Dazu kommt, dass viele Leute nur die berschrift lesen. Und bei denen bleibt dann das Falsche hängen.

 

Noch etwas:

„… und „Weltverschwörungstheorie (U.A. “Die bösen Medien”) inklusive.“

Wie können Sie so etwas schreiben? Es gibt keine „Weltverschwörung“. Aber es gibt Interessen. Und die werden u.a. mit PR und Lobbyarbeit durchgesetzt.

Gerne auch hierzu Fachliteratur und Filme, z.B.:

PRO
Edward Berneys:
Propaganda. Die Kunst der Public Relations
Verlag orange press
http://www.orange-press.com/programm/alle-titel/propaganda.html
(Berneys ist der Vater der modernen PR; er findet PR super und meint, die Massen müssten professionell gelenkt werden. Berneys war ein Neffe von Simund Freud. NS-Propagandaminister Goebbels war ein großer Fan von Berneys und hat wohl einiges von ihm gelernt – leider)

CONTRA

John Stauber und Sheldon Rampton:
Giftmüll macht schlank.
Medienprofis, Spin Doctors, PR-Wizards. Die Wahrheit über die Public Relations-Industrie.
Verlag orange press, siehe
http://www.orange-press.com/programm/alle-titel/giftmuell-macht-schlank.html

Weiters empfehle ich zum Einlesen:

Noam Chomsky:
Media Control: Wie die Medien uns manipulieren (Buch, Kindle)

Noam Chomsky:
Wege zur intellektuellen Selbstverteidigung: Medien, Demokratie und die Fabrikation von Konsens (Buch …)

(… zum Film:)
Die Konsensfabrik – Noam Chomsky und die Medien (DVD).
http://www.amazon.de/Die-Konsensfabrik-Noam-Chomsky-Medien/dp/3848840103/ref=sr_1_15?ie=UTF8&qid=1399490777&sr=8-15&keywords=noam+chomsky

Wenn Sie die angegebenen Werke lesen bzw. sehen, werden Sie die (Medien-)Welt mit anderen – realistischeren – Augen sehen. Gerne liefere ich Ihnen noch weitere Titel.

Hier noch ein aktueller Video-Ausschnitt aus der jüngsten ZDF-Sendung „Die Anstalt“. Die Kabaretisten zeigen, in welchen US-nahen Think Tanks und Lobbyorganisationen einige renomierte deutsche Journalisten einiger sogenannter „Qualitätsmedien“ mitwirken:
https://www.youtube.com/watch?v=VvTWo5ZGcNA

Auch interessant: Die ehemalige ARD-Russlandkorrespondentin und Dozentin für Journalistik zur einsseitigen Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt:
https://www.youtube.com/watch?v=22VfEe1RkH8

Gerne mehr.

Liebe Grüße
Moreau

 

Lieber Herr Moreau,

Sie können gerne all dies hier (auch die Kritik am Titel) im Blog direkt kommentieren – dann sehen es auch alle :) Das wäre mir durchaus ein Anliegen.

Beste Grüße und ich danke wirklich für die intensive Auseinandersetzung! Das ist wirklich sehr erfreulich!

MfG
Ingrid Gogl

 

ja gern, ab jetzt. das vorige, könnten sie das online stellen. denn ich habe eigentlich gar keine zeit, weil ich gerade den neuen brennstoff mache. lesen sie den brennstoff?

 

Und dann ging es noch ein bisserl weiter mit Ausgaben des „brennstoff“ und Grüßen nach Berlin und einem Terry Pratchett Zitat. Freue mich wirklich, dass hier eine Diskussion entstanden ist. Danke.

 

2 Gedanken zu “Hitler war eh nicht so arg? – wie Waldviertler Hitler Zitate auf ihrer Homepage rechtfertigt

  1. der herr „moreau“ kann gut mit zitaten und quellen. mir hat er auf einen schriftlichen kritischen komentar zu einem hellinger-zitat nicht geantwortet. wenn man sich von seiner gut wirksamen rhetorik befreit, kommt folgendes zum vorschein: er weiß alles besser. er hilft uns, den nazi in uns zu entdecken, so schauen wir nicht zu genau hin, was er eigentlich macht. obwohl wir über milgram und obama-drohnen bestens bescheid wissen. meiner langen erfahrung nach gibt es bei leuten, die von hitler schnell zu „den amis“ kommen stets den selben, oft uneingestandenen hintergrund: die haben uns alles verdorben, damals. und dann, am ende seiner rechtferttigung, der höhepunkt (und die offenbarung): wie hellinger fordert er uns auf, nicht nur mit den opfern, sondern auch mit den tätern empathie zu fühlen!!! nein, danke. das schmeckt mir auch dann nicht, wenn er sich schon oft für gute ziele engagiert hat. (siehe dazu mein leserbrief auf fb zu hellinger, drewemann u co)

  2. DER ERKLÄRUNGSBRIEF ist so eine form der intellektuellen konfusion, die ich ganz oft erlebe – viele leute glauben, dass alles erklärbar und ok ist solange es durch wiss. quellen gedeckt ist – aber NEIN das ist es nicht – weil eine homepage ist KEIN wiss. paper und kaum geeignet für streitbare historienkritische bearbeitungsvorstöße ist – was bleibt ist: mein wort gilt weniger als ein propagandaspruch UND es ist voll ok solche öffentlich zu verwenden – DAS ist es aber nicht, sicher NICHT. weil sprache bewusstsein schafft und zitate vorbildcharakter haben – durch das WAS sie aussagen UND das von WEM sie stammen!

    UND dann wird GEA auch noch als vorbild genommen – so in richtung – hey, die dürfen das doch auch, da verwend ich das auch weil das mit den autobahnen war eh ne gute sache und die beschäftigungspolitik und so … das geht ganz schnell und ist unnötig, weil ich glaube, dass es manche menschen besser wissen – und eigentlich alle es besser wissen sollten – dass jeder mensch gleich viel wert ist und ohne ns-propagandasprüche auskommen kann um seine meinung kund zu tun – besonders auf einer öffentlichen plattform wie einer homepage.

    GLG Georg

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