Die Leute. Sie machen mich wütend und traurig.

Ich muss was sagen. Ich halt es nicht mehr aus.

Eigentlich wollte ein wenig Blog-Pause machen. Und eigentlich will ich diesen Blogbeitrag gar nicht schreiben (müssen). Und ich muss es nun doch schreiben. Sonst platze ich. Nationalratswahlen waren. Und da wird schon mal ein bisserl gestritten und ja, ich habe das Gefühl der Ton war mancherorts (im Netz) ein wenig härter. Das macht ja auch durchaus ein bisserl Spaß. Aber es gibt etwas, das mich wirklich extrem stört. Nein, nicht  stört. Etwas das mich wirklich traurig und wütend macht.

Und zwar: die Leute.

Die Leute, die zum Beispiel auf den Facebook-Seiten bestimmter Parteien rumtrollen was das Zeug hält. Die Leute die ein riesen Drama daraus machen, wenn Parteien Wahlinformationen in anderen Sprachen machen. Die Leute, die herumhetzen, herumätzen, andere beleidigen, beschimpfen und überhaupt gar nicht an einer sachlichen Auseinandersetzung interessiert sind. Die Leute, die glauben es ist Teil ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung anderen Leuten den Tod zu wünschen. Die Leute die öffentlich zu Gewalt gegen andere Menschen aufrufen.

Die Leute, die vor vielleicht zwei Monaten noch gar keinen Facebook-Account hatten und bei denen ein kurzer Blick auf das öffentliche Profil zeigt, welche Partei sie unterstützen. Die Leute, die diesen Hass und die Angst vor „dem Anderen“, „dem Neuen“ auch noch weiter schüren und auf Plakate drucken. Die Leute, die nicht verstehen wollen, dass Vielfalt wunderbar, wunderschön und überhaupt das ist was Österreich (z.B. für mich) zu einem lebenswerten Ort macht.

Die Leute, die mir Kopfweh bereiten. Die mich manchmal echt zum Weinen bringen; vor Wut aber auch vor Schmerz ob der Worte die sich scheinbar so leicht über die Tastatur ins Netz hineinschreien lassen. Die Leute, die meinen, diese Wahl „gewonnen“ zu haben.

Ja ich weiß, man soll die Ängste und Sorgen aller Menschen ernst nehmen, sich mit allen auseinander setzen und versuchen zu verstehen wo ihre Ängste und auch ihr Hass herkommen. Und ja ich weiß, ich sollte das alles nicht so an mich herankommen lassen, mich nicht so hineinsteigern, einfach mal wegsehen, weghören und es ignorieren.

Nein, das kann ich nicht.

Das will ich nicht. Ich will und werde nicht einsehen wie man so Menschenverachtend sein kann. Wie man die Kämpfe und Mühen vieler Menschen für ein selbstbestimmtes Leben in einem Land frei von Verfolgung mit Füßen tritt. Wie man das Recht eines jeden Menschen auf ein schönes Leben mit seiner Familie (egal welche „Form“ der Familie) schlechtreden und niedermachen muss.

Das werde ich niemals verstehen. Das werde ich niemals irgnorieren. Auch wenn ich davon Kopfweh bekomme und grantige Blogbeiträge schreibe.

 

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *